Heute: Philosohie – Gedanken über Zeit

Wer sagt uns eigentlich was wir tun sollen? Und was noch viel wichtiger ist, wenn niemand uns sagt, was wir tun sollen, warum tun wir das eigentlich?

Der Frage habe ich mich in letzter Zeit öfters gewidmet. Generell denke ich viel nach, nicht dass ich die Zeit dazu hätte. Da ist zum einen mein großartiger Nebenberuf bei Gamestar, ein vielversprechendes Studium zum Grundschullehrer, eine Frau, die ich liebe, einen Freund, mit dem ich am liebsten nur zocken möchte, alte und neue Bekannte… Kein Wunder, dass ich mir mehr Zeit für all diese Bereiche wünsche.

Der Tag hat 28 Stunden.

Schwarze Dose 28 wirbt mit diesem ulkigen Slogan. Bei genauer Überlegung hat ein Tag 24 Stunden. Wer genau hinguckt, der muss feststellen, dass ein Tag sehr viel weniger Zeiteinheiten aufweist. Ein großer Teil geht für Schlafen drauf. Ich habe es früher schon verwunderlich gefunden, wenn auf weiblichen Teenie-Profile angegeben war, dass ihr Hobby unter anderem „Schlafen“ sei. Man stelle sich das mal vor! eine Tätigkeit, die dir praktisch nichts bringt, die dir den halben Tag raubt, und wenn du zuviel von ihr bekommst, sogar ihren einzigen Vorteil – die Ausgeruhtheit – wieder nimmt!

Es gibt zwei Ebenen auf denen wir leben. Die eine ist die Alltagsebene. Themen die uns beschäftigen sind Essen, Schlafen, Hausaufgaben, Fernsehen. Die andere ist die Metaebene. In ihr sehen wir unser Leben, wie es wirklich ist, in ihr können wir kritisch unser Denken und Handeln beurteilen. Man sollte nie vergessen, von Zeit zu Zeit aus seinem Alltag aufzuwachen, und nachdenken, ob das was man tut sinnvoll ist, oder nicht. Ich behaupte mal ganz aus dem Blauen heraus, dass die berühmte Mid-Life-Crisis dann auftaucht, wenn man seit Jahren im Alltag gelebt hat, und zum ersten Mal seit langem wieder wach wird.

In einem wachen Moment habe ich gemerkt, dass ich einige Sachen ändern möchte, und nicht im Sinne von „Oh ich sollte was ändern.“, wie man den Ausspruch tausendfach rund um Sylvester herum hört. Ändern muss von der Metaebene ausgehen, ansonsten hat der Wunsch keine Auswirkung. Um meinen Wunsch ernst zu machen, ging ich zum Arzt. Der diagnostiziert das, was ich seit Jahren herumschleppe, von dem kaum einer weiß.Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung

Das Kind hat einen Namen. Es ist schwer sich regelmäßig aus seinem Alltag herauszureißen, in dem alles schon irgendwie okay ist, in dem man schon klarkommt, schließlich ist man daran ja gewöhnt. Nun ist es Zeit was anzupacken. Und damit man die Zeit überhaupt hat, wird nun ein neues Prinzip ausprobiert. In einem wissenschaftlichen Artikel über Schlafforschung ging es um die REM Phasen. Im Kurzen ging es darum, sich zwischen 4 und 8 Stunden Schlaf zu entscheiden, da diese die maximale Erholtheit garantieren. Mein Rücken erlaubt mir eh in der Regel keine 8 Stunden Schlaf, und daher probiere ich nun einfach die Hälfte.

Bisheriges Fazit: Ich bin begeistert. Wenn schon kein 28 Stunden Tag, dann wenigstens einer mit 20 Stunden Wachsein, statt nur 16. Vielleicht schaffe ich dann auch endlich mal meine Wohnung fertig aufzuräumen, sodass ich sie fotografieren und dann endlich bloggen kann. Wie auch immer, man liest sich.

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

Eine Antwort zu “Heute: Philosohie – Gedanken über Zeit

  1. schönes ding! :)
    ich habe auch öfters due erfahrung gemacht, dass ich bei 2, 4, 6 und 8 stunden wacher bin als nach 3, 5, oder 7… ;)
    schön dass hier mal jemand bereit ist etwas neues auszuprobieren, mal nachzudenken! ;D

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s