Ein Quickie

Großes (mit Bildern!) kommt demnächst, bis dahin muss ein kurzer Abriss reichen.

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Grad nach Hause gekommen. „Hause“ ist in diesem Falle Gauting, dem Ort, wo ich mich wohl am wenigsten zuhause fühle. Eine Ewigkeit ist es her, dass ich hier war. Oder kommt mir das nur so vor? Schon beim Betreten des Wohnheims hab ich eigentlich keine Lust mehr, würde am liebsten auf der Stelle kehrt machen. Die Schlüssel zur Wohnung. Welche waren das nochmal? Oh nein, hab ich nun Vronis Fahrradschlüssel mitgenommen? Achja klar, hab ich den mitgenommen, bin ja mit dem Rad heut morgen in Regensburg zum Hauptbahnhof gefahren. Wo war ich denn das Wochenende, achja, zu „Hause“ bei meinen Eltern. Danach bin ich nach „Hause“ gefahren, also zu Vroni, meiner Freundin. Momentan komm ich aus der Arbeit. Irgendwie ganz schön durcheinander alles…

Gauting nervt. Tür auf, schlechte Luft schlägt einem entegegen. Die Banane die bei der Abreise vergessen wurde, ist ganz schwarz und tränkt die Luft mit ihrem süßlichem Geruch. Mit dazu schwingen diverse Nuancen aus der Mülltüte, die direkt neben der Tür steht, und drauf wartet weggebracht zu werden. Im Waschbecken im Bad stapelt sich Geschirr. Der Boden sieht so aus, dass ich ihn nur mit Straßenschuhen begehe. Eckelhaftisch. Man sagt, die Wohnung eines Menschen sei ein Spiegel zu seiner Seele. Widerliche Seele hätte ich da ja. Aber inwiefern ist das schon meine Wohnung…

Müll rausgebracht (Tonne im Hof stinkt widerwärtig, und das sagt ein Ex-Zivildienstleistender, der bereits künstliche Darmausgänge gesäubert hat), Geschirr abgewaschen (das Wasser aus der Leitung kommt 30 Sekundenlang in einem satten Braunton aus der Leitung), und Wäsche wird in die Waschküche getragen (Waschtrommel noch von Vorperson belegt). Danach ein bissche gepflegt spielen, vergessen, wo man gerade ist. Danach ins Bett, bei dem ich schon vom Anschau unsägliche Rückenschmerzen leide. Bald ist alles vorbei. Bald.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Über mich

2 Antworten zu “Ein Quickie

  1. Silke

    Ohjee… dann hoffen wir mal, dass das BALD sehr bald ist :-)

  2. Frani

    Herr Holzapfel:

    Das Wort „demnächst“ wollen wir aber dann doch in der landesüblichen Bedeutung gebrauchen: Schreib mal wieder – ich mag was lesen :)

    Schwesterchen

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