Kuchen und eine Geschichte

War heute in der Uni. Seit langem mal wieder.

 

Die Uni hat eigentlich ihren Betrieb schon lange wieder seit den Ferien aufgenommen, trotzdem war ich praktisch kaum da. Über die Weihnachtsferien hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken. Wie wenig mich das Programmieren interessiert. Wie belanglos das Wissen rund um die Bits und Bytes des Computers mir erscheint. Wie sinnfrei ein solches Studium für mich ist, wenn ich mir nie im Leben vorstellen könnte, etwas derartiges mal zu arbeiten, egal wie gesucht man auf dem Arbeitsmarkt ist. Das Schlimmste an meiner Entscheidung war es, die ganze Sache meinen Eltern mitzuteilen. Ich war früher mit meinen Eltern nicht immer so nah, wie ich es nun seit gut einem Jahr bin. Eigentlich seit meinem Abitur. Da hieß es dann auf einmal, man sei stolz auf einen. Wie gut sowas zu hören tut. Vermutlich waren sie es schon immer, vielleicht haben sie es auch davor schon gesagt, aber erst seitdem weiß ich wie wichtig es mir war, meine Eltern stolz zu machen.

 

Und nun ein hingeschmissenes Studium. Nicht gerade etwas, auf dass man stolz sein kann. Ich zerbreche mir nun schon eine ganze Weile den Kopf. Wer bin ich nun, wo will ich hin? Was kann ich, und was kann ich mit mir anfangen? Die Selbstzweifel haben ganz schön an mir genagt. Ich weiß nicht was in einem Monat ist, ich weiß nicht, wo ich in zwei Monaten bin, und kann mir erst recht nicht vorstellen was ich einem Jahr sein werde. Mein momentaner Plan sieht vor, im Wintersemester Grundschullehramt zu studieren. Es ist eine Arbeit in die ich währen meiner Zivi Zeit einen guten Einblick gewonnen habe. Ich sehne mich nicht wirklich nach der Zeit zurück, in der ich fremde Klos geputzt hab, und Alkis ihre tägliche Ration besorgt habe. Aber die Kinder, die vermisse ich. Ich denke, dass ein solches Studium das Richtige für mich ist. Ich habe mich umgehört, was man denn für so ein Studium benötigt, unter anderem ein 4 wöchiges Schul-Praktikum und ein 8 wöchiges Schul-fernes-Praktikum.

 

Ersteres besorge ich mir gerade rückwirkend eine Bestätigung  für meine Zivi Zeit ein solches Praktikum absolviert zu haben, was ja eigentlich auch stimmt. Zweiteres suche ich gerade. Habe es mit Bewerbungen bei den Spielfirmen versucht, die ich in Frankfurt getroffen habe. Habe bis heute lediglich 2 von 4 Empfangsbestätigungen erhalten, sonst nichts. Was kann man auch groß erwarten, wenn man kaum echte Qualifikationen besitzt, außer einem Kopf voller Ideen, und einem Block voller Rumgekritzel. Seit heute bin ich auch noch Anwärter auf einen 6 monatigen Praktikumsplatz in good old München, bei einem Spiele-Magazin. Zum Einen ist es beunruhigend nicht zu wissen, was mit einem passiert. Es fühlt sich an, als wäre man ein Spielball in einem gigantischen Spiel des Schicksals. Und um dich herum Leute, die an dir zerren, die dich schubsen, und immer wieder Fragen stellen, auf die ich selbst keine Antwort weiß.

 

Immerhin gibt es hier in Konstanz jede Menge Gelegenheiten um sich abzulenken, und mit den hier gewonnen Freunden, die Sorgen für einen Abend zu vergessen. So ist am heutigen ausgehenden Tag, der Geburtstag meiner Mitbewohnerin Franzi, in den wir gestern Abend hineinfeierten. Und heute zur Feier des Tages, gabs dann einen leckeren Mohn Streuselkuchen.

 

 

Titel: Schlesischer Mohn-Streusel-Kuchen auf dem Blech
Kategorien: Kuchen, Blech, Mohn, Schlesien
Menge: 1 Blech

Zutaten:
============================= TEIG =============================
1            Fertigblätterteig

============================= BELAG =============================
375     Gramm  Mohn; bis
500     Gramm  ; Mohn; frisch gequetscht
— (aus dem Reformhaus),
— zur Not gemahlen
Milch
Zucker

=========================== STREUSEL ===========================
125     Gramm  Zucker
200     Gramm  Butter
250     Gramm  Mehl

Quelle:
Klaus Albrecht
bearbeitet von Moritz Holzapfel
— Erfasst *RK* 21.12.1999 von
— Petra Holzapfel

Zubereitung:
Den Blätterteig auf ein Backblech ausrollen.

Für die Mohnmasse den Mohn mit soviel Zucker und Milch unter Rühren
erhitzen, dass eine streichfähige, nach Geschmack süße Masse
entsteht. (Ich gebe noch 2 Esslöffel gehackte Mandeln dazu).

Für die Streusel Zucker und Butter gut vermischen, mit der Hand das
Mehl nach und nach darunter kneten, bis schöne dicke Streusel
entstehen.

Mit den Streuseln bestreuen und bei 200 GradC ca. 20-25 Min backen,
bis die Streusel schön hellbraun sind.

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Über mich, Food

6 Antworten zu “Kuchen und eine Geschichte

  1. Anna

    Ach Moritz, aus dir wird scho was Gscheits ;)
    Ich hab gar keine Zweifel dran, dass du ein genauso toller Grundschullehrer wie Computerdingsmann wirst.

  2. Ach Moritz, ich drück dich aus der Ferne! Mach dir nicht zu viele Sorgen, das wird schon alles. Ich kann mir dich jedenfalls wunderbar als Grundschullehrer vorstellen.

    Falls dir mal die Decke auf den Kopf fällt: Wir empfangen dich gerne – wir haben auch ein paar neue Spiele im Regal *hint hint hint* ;).

  3. Kessrien

    Hallo,
    ich bin per Zufall, also über das virtuelle Kochbuch deiner Mutter, auf deine Seite gestoßen. Mach dir mal keine Sorgen! Besser, du merkst es jetzt, als nach dem Abschluss. Außerdem braucht man auch immer ein schönes Hobby neben dem Beruf, insofern wirst du ja weiter spielen. Grundschullehrer ist sicherlich ein super Beruf, wenn man gerne mit Menschen arbeitet. Mein Studium hat mir zwar auch nicht immer Spaß gemacht, aber ich wusste, dass ich damit einen schönen Beruf kriege (ich bin Psychologin). Aber wenn man merkt, dass a) das Studium keinen Spaß macht, und einen b) die Aussicht auf den Beruf nicht freut, soll man aufhören! Falls du jetzt Lehramt studierst, ist der Blogname natürlich super :-) Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute! Und grüß deine Mutter, die Zitrusmarmelade von neulich ist wirklich total gut.

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