Eigenanamnese

Tja, so siehts aus. Es ist mal wieder die Zeit im Jahr in der ich krank bin. Was zugegebenermaßen nicht oft passiert. Meistens hab ich exakt 2 Daten an denen ich richtig krank werde, das eine ist im Herbst, sobald es ein wenig kälter wird, und das Wetter nicht mehr pro-kurze-Hosen ist. Das andere Datum ist gerne der 24. Dezember. Das hat was mit Tradition zu tun. Fast jedes Jahr machen wir einen schönen Winterspaziergang (im letzten Jahr wars glaub ich sogar ein Weihnachtscache), und fast jedes Jahr vergesse ich dabei eine warme Mütze anzuziehen. Folglich habe ich am späten Heiligabend Ohrenschmerzen und am nächsten Morgen eine ausgewachsene Mittelohrentzündung. Und das pünktlich jedes Jahr wieder.

Aber zurück zum heute. Der Barkeeperkurs hat mir einiges abverlangt, und der viele Alkohol hat dem Immunsystem sicher nicht gut getan, ergo haben sich über die letzten Tage meine Nebenhöhlen komplett zugeschleimt und entzündet. Gestern hats mir gereicht. Also ab zum Apotheker und ihm genau das gesagt. Und professionell wie ich das mag, gibt er mir 100% Recht und stapelt gleich mal die Medikamente nocher und nöcher. Gut, dass ich schon Ibuprofen zu Hause hab (noch von der Zeit als ich als Zivi betrunken von Studentenpartys heimkam), so wandern nur noch ein Billig-Nasenspray in mein Einkaufskörbchen, sowie ein Ätherisches-Öl-etwas, das man eigentlich oral nehmen soll. Aber der Pharmazeut rät mir zursätzlich einmal am Tag 2 Kapseln aufzuschneiden und in eine Schüssel heißes Wasser zu tun, und dann zu inhalieren. SCORE! Sowas wollte ich schon immer mal machen.

Zuhause angekommen gibts gleich den pharmazeutisch verordneten Arzneiencocktail, inklusive Ibuprofen, die Nebenhöhlen drücken wie wild und es tut richtiggehend weh. Des Apothekers letzten Ratschlag, mir mal einen Abend Ruhe zu gönnen, und mich selbst ein wenig verwöhnen, nehme ich dabei durchaus ernst. Und so wird eine halbe Stunde nach Inhalierung, Gesprühe, und Geschlucke ein kleines Festmahl aufgesetzt. Gewürzbrot vom Bäcker, Butter druff, Schinken, Salami, Käse, Feta und Reste vom Kartoffelsalat gibts.

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Titel: Leichter Kartoffelsalat
Kategorien: Salate, Kartoffeln, Apfel, Eier
Menge: 2 Portionen

Zutaten:
350      Gramm  Pellkartoffeln
2            Essiggurken
1            groß. Boskoop-Apfel
1            Ei, hartgekocht
1            Zwiebel
100      ml  Fleischbruehe
2           Essl. Essig
1           Essl. Oel
1           Essl. Creme fraiche
Salz
Pfeffer
Kraeuter, frisch, gehackt

Zubereitung:
Kartoffeln, Gurken, Apfel und Ei kleinschneiden. Die gewuerfelte
Zwiebel in Fleischbruehe aufkochen, ueber die Salatzutaten geben und
10 Minuten ziehen lassen. Essig, Oel und Creme fraiche damit
vermischen. Die Kraeuter zugeben. Mit Salz und Pfeffer wuerzen.

Erfasst von Petra Holzapfel

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Als Dessert gibts Sahne mit ein wenig Vanillezucker und dazu meinen letzten Kuchen aus dem Glas. Was tut man nicht alles um gesund zu werden. Und das muss ich ziemlich schnell, schließlich gehts am Montag 5 Tage lang als Begleitperson ins Allgäu mit meiner ehemaligen Schulklasse, in der ich als Zivi gearbeitet habe. Und anschließend wartet mein Umzug, auf den ich schon gespannt bin wie ein Flitzebogen. Also weiter entspannen, tief inhalieren und gesund werden.

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6 Kommentare

Eingeordnet unter Über mich, Food

6 Antworten zu “Eigenanamnese

  1. Klingt nach Gelomyrtol, gehört für mich als Besitzerin einer chronischen Nebenhöhleninfektion in die Hausapotheke. Gute Besserung, wenn Du jetzt noch eine Schüssel scharfe heisse Suppe inhalierst, äh, löffelst, bist Du bestimmt auf dem richtigen Weg :-)

    Ansonsten, wenn ich so an Melas Beschreibungen von Anorien und dem Odenwald-Larp danach denke, sind Larps auch ne gute Umgebung um sich unterkühlt und mit vielen fremden Menschen einen Infekt zu fangen…

  2. Naja mein letztes Larp ist 2 Wochen her, aber schon möglich. Mit dem Gelomyrtol haste übrigens recht :)

  3. Yepp, da hat dir der Pharmazeut mal was richtiges gesagt ;).

    Gute Besserung wünsch ich, mit der 3-er Kombi sollte es aber schnell wieder aufwärts gehen.

  4. derPapa

    Mein lieber Junge, da hat es Dich aber bös erwischt. Bei all Deinen Bemühungen, den Bakterien und Viren mit Lebensmitteln zu begegnen, kann ich mich nur den Argumenten von Foodfreak anschließen: Eine g’scheite Suppe soll her! Gute Besserung wünscht derPapa.

  5. Sehr schön die Situation darstellendes Foto :-)

    Gute Besserung!

  6. Silke

    Willkommen im Club. Ich bin es auch noch nicht ganz los. Gute Besserung und ruh Dich schön aus ;-)

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