Geek am Sonntag

Der Deutsche wäscht Sonntags gerne sein Auto. Weil ich aber nun mal kein typischer Deutscher bin, muss ich was anderes waschen, wenn mir Sonntag morgens langweilig ist. Und was wäre da geeigneter als mein momentanes Flaggschiff in meiner Computer Peripherie (eigentlich wäre es ja mein PC gewesen, aber der ist nun da, wo Bits und Bytes sich gute Nacht sagen), meine G15 von Logitech.  Eine großartige Tastatur mit 54 frei konfigurierbaren Makro-Tasten mit Sofortaufnahme Funktion (beides habe ich praktisch nie benutzt…), jede Menge Multifunktionstasten um auch beim Spielen per Mini-Display auf ICQ zu schreiben, oder aber im Media Player meine Musik zu spielen. Das tatsächliche Highlight der G15 sind allerdings die beleuchteten Tasten (in meiner Orginal-Version blau, inzwischen gibts die nur noch in Vulkan-Orange), welche einem das Spielen in halb beleuchteten Gamer-Kellern erleichtern. Und da eine Tastatur nach 3 Jahren frequentierter Nutzung, nicht mehr ganz sauber aussieht, hatte ich mich entschlossen, sie mal ordentlich zu putzen.

Mit einem stumpfen Messer hebelt man sämtliche Tasten aus, wobei die länglichen noch zusätzlich von einem Minidrahtbügel gehalten werden, der ein gleichmäßiges Drücken der Taste ermöglicht (was man alles lernt, wenn man die Dinge kaputt macht und falsch wieder zusammenbaut…). Sämtliche Tasten werden 15 Minuten lang in einem heißen Bad mit Neutralreiniger eingelegt. Anschließend breitet man die Tasten auf einem sauberen trockenen Tuch aus. Nun säubert man mit einem feuchten Tuch sämtliche Ritzen und dreckige Stellen (bei Spielern beliebte Dreckstellen sind vor allem die WASD-Tasten) und saugt dann die komplette Tastatur und sämtliche Restflüssigkeit auf.  Jetzt beginnt der richtig lustige Part, für alle die gerne Puzzeln. Alle Tasten müssen wieder an die richtige Stelle, wobei man auch auf einige Tasten trifft, die man dreht, dreht, dreht, dreht und nochmal dreht und sich immer noch fragt, was zur Hölle ein Tastendruck auf ihr auslösen könnte. Praktisch ist es hier, ein Foto zu Beginn gemacht zu haben, damit geht man auf Nummer sicher (exakt an dieser Stelle des Eintrages merke ich, dass die Punkt- und die Komma-Taste vertauscht habe, und es fällt mir erst jetzt, also 4 Tage später auf…).  Als die Tastatur nach einer Stunde intensiver Arbeit mit parallel laufenden Friends endlich wieder matt schimmert und nicht vor Dreck und Schmalz glänzt, bin ich froh und zufrieden mit mir.

Am Nachmittag ging es dann zum größten Ritterturnier der Welt, die Rede ist vom Kaltenberger Ritterturnier. Wind und Wetter trotzte ich in meiner mittelalterlichen Kleidung, diesmal mit einer absolut genialen Ledertasche (Bilder folgen), die mir eine Freundin aus Wien hat zukommen lassen. Der anfängliche Regen ließ mich ja noch kalt, ich hatte schließlich meine bewährte Gugel von Schwester Kathi auf, doch als nach zahlreichen Marktstandbesuchen das eigentliche Spektakel beginnen sollte, begann es wie aus Kübeln zu schütten. Schnell waren 5 Euro in eine Regenhaut investiert, die Wunder O Wunder, vermutlich qualitativ ihr Geld wert war. Und dann saß ich da, in der zweiten Reihe, nah am Geschehen, die Arme durch die Ärmel zurückgezogen (die Regenhaut bedeckte leider bloß den Torso, Knie und den Kopf), und beinahe frierend. Aber die Show, die geboten war, machte alles wett. Großartige Reiteinlagen, von denen manche aufgrund des sandig-matschigen Untergrundes schief gingen, versetzten so manchen Zuschauer in Angst und Schrecken. Tolle Kostüme wurden aufgefahren und eine Bühnenshow gab es zu sehen, der man es ansah, dass die Veranstalter bereits viel Erfahrung gemacht hatten. Gut zur Hälfte des Stückes, ließ dann sogar der Regen nach und zum Schluss wagte man es sogar die Kapuzen abzunehmen um noch mehr zu sehen zu bekommen. Alles in allem, trotz Regen ein wirklich sehenswertes Event.

Und zum Schluss eines seit längerem mal wieder ausführlicheren Artikels, noch als kleines Schmankerl, der Kuchen den ich heute gemacht habe.

Titel: Rotweinkuchen
Kategorien: Kuchen, Schokolade
Menge: 16 Portionen

Zutaten:
300     Gramm  Butter
275     Gramm  Zucker
1 1/2      Pack. Vanillezucker
6            Eier
1      Teel. Zimt
1 1/2      Essl. Kakao
180        ml  Rotwein
375     Gramm  Mehl
3/4      Pack. Backpulver
150     Gramm  Raspelschokolade
Butter fuer die Form
Semmelbroesel fuer die Form

Quelle:

Zubereitung:
Butter mit Zucker schaumig ruehren, nach und nach die Eier, Zimt und
Kakao darunterruehren, den Rotwein einruehren, Backpulver und Mehl
unterheben, ebenso die Schokolade. In einer grossen, gebutterten,
mit Broeseln ausgestreuten Bundform bei 180øC auf der mittleren
Schiene ca. 60 Minuten backen.

Erfasst von Petra Holzapfel

Der Kuchen ist sehr leicht zu machen und schmeckt ziemlich gut. Ich habe diesmal kleinere Änderungen am Rezept vorgenommen, so habe ich die Schokolade auf 75g reduziert und statt Rapselschokolade meine Lieblingssorte tiefegekühlt und selbst geraspelt. Zusätzlich habe ich die doppelte Menge gemacht, um 4 Kuchen im Glas zu machen. Einfach 4 Einmachgläser mit Butter ausstreichen, mit Semmelbröseln bestreuen und etwa halbvoll mit Kuchenmasse füllen. Nachdem man die Gläser aus dem Ofen rausgeholt hat, Gummi drauf, Deckel drauf, Klammern drauf und der Kuchen ist wochenlang haltbar und schmeckt immer wie frisch gemacht. Wichtig ist nur, dass der Glasrand frei von Bröseln und von Kuchenmasse ist, wenn man das Glas verschließt.

Na dann, guten Appetit jetzt, und guten Appetit in 3 Wochen wieder^^.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Über mich, Computer & Peripherie, Food

3 Antworten zu “Geek am Sonntag

  1. Ich hätte hier auch noch eine schmuddelige Tastatur. Du darfst mir das gerne mal am Objekt selbst vorführen!

  2. Bwaha

    Hey, du hast Fotos versprochen, jetzt mach mal ;)

  3. Pingback: Kurios Famos « Erziehung hilft nichts

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