Reise Reise…

Das schlechte am Zivisein ist die nicht vorhandene Flexibilität beim Legen des eigenen Urlaubs. In meinem Fall, muss ich mich an den Schulferien orientieren, was für Ostern zwei Wochen bedeutet hätte. Selbstverständlich erhält man nicht beide, sondern nur eine, die andere wird mit einer Fortbildungsmaßnahme belegt, von der einige Zivis behaupten, sie sei so sinnvoll wie Schuhcreme gegen Fußpilz. Das 5-tägige Seminar (zusätzlich einem Reflexionstag im nächsten Monat, bei dem hippie-mäßig „mal drüber mal gespriochen wird, wie ihr euch so gefühlt habt, bei der Erfahrung mit euch und anderen“) war Teil Zwei des unbeliebten Fortbildungsmarathons. Teil Eins hatte mir bereits meine kompletten Herbstferien geklaut.

Nach Absolvieren dieser Pflicht ging es los in einen wohlverdienten Urlaub mit zwei guten Schulfreunden Anna und Christian. Vom niederbayrischen Viechtach ging es auf Richtung Süden, zu Sonne, Palmen und ein wenig Strand. Richtig, es geht in die Schweiz! Gegen die Frage „Gehts ihr Ski fahren?“ sprachen unsere kurzen Hosen, die Sonnenbrillen und ein nicht vorhandensein von Brettern jeglicher Art. Über München, Lindau, Pfändertunnel vorbei an Bregenz, nach Chur, durch den San Bernadino (0 °C und ich in kurzen Hosen, was habe ich mir dabei gedacht!), durch meinen Lieblingstunnel, der den klangvollen Namen Crapteig hat, vorbei am historisch bedeutenden Locarno und hinein ins Ferienhaus der Großeltern nach Ascona. Doch statt sommerlichem Wetter erwarteten uns zwei Regentage, die verbleibenden fünf Tage, waren dafür umso sonniger. Noch am Ankunftstag wurde fleißig im Mercato Cattori (ist EIGENTLICH ein gigantischer Coop, trägt aber aus traditionsgründen den alten Namen) eingekauft, schließlich stand das erste Gericht schon fest, Anna hatte Nori mitgenommen, das sind getrocknete Seetangblätter, meist benutzt für…

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Sushi
Kategorien: Sushi, Fisch, Reis
Menge: 6 Personen

800     Gramm  Reis (in der Schweiz kann man gut Risotto Reis
— verwenden)
1      Pack. Nori Blätter
Essig
Sojasauce
Paprika
Frischkäse
Lachs
Gurken
Möhren
Sesam

============================ QUELLE ============================
Anna Stobbe
— Erfasst *RK* 05.04.2010 von
— Moritz Holzapfel

Zuerst muss der Reis gewaschen werden und quellen. Den Reis in einen
großen Topf geben und heißes Wasser drüberlaufen lassen, bis das
Wasser einigermaßen klar ist. Dieses Ausgießen, so dass der Reis
knapp mit Wasser bedeckt ist. Einmal aufkochen lassen, dann rund
eine viertel Stunde köcheln lassen, den Topf anschließend vom Herd
nehmen und nochmal 5 Minuten warten. Wasser abgießen und nun ein
wenig Salz und Essig hinzufügen, das lockert den Reis wieder ein
wenig, so dass damit gearbeitet werden kann. Als Hilfsmittel, gegen
den klebenden Reis kann man sich vorneweg eine kleine Schüssel mit
Essigwasser machen, in der man bei Bedarf die Hände tunkt.

Zum Befüllen für Makis benötigt man eine kleine Bambusmatte. Da
diese erfahrungstechnisch immer etwas abbgekommt, ist es zu
empfehlen diese komplett mit Frischhaltefolie einzuwickeln, das
erleichtert das Handling. Nori Blätter haben eine raue Seite =
Innenfläche, und eine glatte Seite = Außenfläche. Halbierte Nori
Blätter mit der glaaten Seite nach unten auf die Matte legen und die
unteren 4/5 des quer liegenden Blattes mit einer Schicht Reis
bestreichen. Nun eine durchgehende „Straße“ mit beliebigen Zutaten
legen, diese sollten wenn möglich zu langen dünnen Streifen
verarbeitet worden sein. Nun das befüllte Nori Blatt zu sich
herziehen, bis zum Ende der Bambusmatte, nun greift man Matte und
Noriblatt gleichzeitig,  und klappt nun das Maki um, drückt es
einmal kurz fest, nimmt dann nur noch die Matte und rollt das
komplette Maki vorsichtig über und über, so dass es stabil wird. Nun
das Maki mit der Nori-Naht nach unten auf ein Schneidbrett und mit
einem scharfen, kurz in Essig getauchten Messer schneidet man die
gewünschte Größe ab, pro Rolle entstehen so zwischen 3 und 6 Makis.

Eine Variation sind die sogenannten Ura Makis, beim Sushi Mann um
die Ecke auch bekannt als California Rolls. Hier wird das gesamte
Noriblatt mir Reis bestrichen, und mit Sesam bestreut. Nun dreht man
das gesamte Blatt vorsichtig um und legt nun die gewohnte „Straße“
aus Zutaten. Gerollt wird wie oben auch. Eine weitere Möglichkeit
sind die Nigiris. Hier wird lediglich eine kleine Handvoll Reis zu
einem Oval zusammengepresst, darauf ein Stück Lachs gelegt,
dazwischen kann, wenn gewollt, eine dünne Schicht aus Wasabi getan
werden. Kleben tun diese von selbst, Nori wird in der Regel nicht
gebraucht.

=====

Advertisements

3 Kommentare

Eingeordnet unter Food

3 Antworten zu “Reise Reise…

  1. Da schau an – etwas, an das ich mich noch nie gewagt habe. Hut ab!

  2. Boah ey und Respekt – ich habe die Aufwicklerei jetzt nocht nicht ganz nachvollziehen können, hoffe dies aber bald nachholen zu können. Selber (Veggie-)Sushi machen steht schon lange mal auf dem Plan. Sollte ich mir für die nächste Nähe definitiv mal vornehmen. Aber ob das so schön aussieht wie bei euch..?

  3. René Schmid

    Hoi Moritz
    Endlich durfte ich doch noch was lesen von Dir. Sieht ja toll aus und ich werde sicher ab und zu „vorbeischauen“ was ein junger Mann so treibt im Leben und im Ausgang.
    Schön zu sehen, dass du doch ein Holzapfel bist, nach den Photo’s des Essens und den Rezepten!
    Hoffe dich und auch den Rest der Familie bald wieder mal zu sehen!
    Grüsse vom Walchwilerberg.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s